Geschwindkeit bei Tonleitern

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Rene22
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Geschwindkeit bei Tonleitern

Beitrag von Rene22 » 23.01.2009 20:53

Hi,

das folgende kommt, wenn man als Autodidakt versucht sich alles selbst beizubringen ;-) .

Ich versuche in letzter Zeit Tonleitern, über drei/vier Oktaven zu spielen. Ich komme aber auf keine Geschwindigkeit, weil ich immer wieder meine Hand absetzen muss.

Nun habe ich gelesen, dass es einen Daumübersatz/Daumuntersatz usw. gibt, was ich nicht ganz verstehe, weil selbst da brauch ich verdammt viel Zeit, um umzusetzen.

Ich weiß leider garnicht so richtig, ob es vielleicht einen Fachbegriff für das gibt. Aber wie kriegt man mit beiden Händen bspw. eine hohe Geschwindigkeit hin, wenn man die C-Dur-Tonleiter über vier Oktaven spielen will.
Viele Pianisten usw. machen das in einer enormen Geschwindigkeit.

Kann mir jemand einen Tipp geben oder weiß jemand, unter welchem Begriff man das ganze vielleicht fasst?

Danke schonmal.

Gruß aus Bremen
René

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JuergenPB
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Beitrag von JuergenPB » 24.01.2009 18:02

Gruß Jürgen

Wer andern eine Bratwurst brät, hat ein Bratwurstbratgerät.

Rene22
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Beitrag von Rene22 » 25.01.2009 00:04

Danke Juergen.

OKay, hoffe das mit Daumenuntersatz und -über usw. habe ich nun verstanden (glaube ich zumindestens). Aber komm ich automatisch damit zur gewünschten Schnelleigkeit in Läufe?!
Ist es einfach nur eine Übungssache, einen Lauf immer und immer wieder von langsam nach schnell zu spielen?
Da muss es noch einen Trick geben oder einen Kniff geben.
Und die andere Frage ist immer noch, ob es einen Fachausdruck für die Läufe auf der Tastatur gibt (so wie ritardando für langsamer werdend usw.)?! EInen musikalischen Fachbegriff? Es gibt doch eigentlich für alles einen bestimmten Adruck oder?!

Ich glaub ich muss wohl in nächster Zeit von meinem "alleine im Zimmer üben" weg kommen und mal richtigen Unterricht nehmen. Wenn die Zeit wäre, würde ich das glaube ich sofort machen. Mal schauen...


Gruß
René

Hochbett
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Re: Geschwindkeit bei Tonleitern

Beitrag von Hochbett » 05.05.2009 00:14

Rene22 hat geschrieben:Hi,
Nun habe ich gelesen, dass es einen Daumübersatz/Daumuntersatz usw. gibt, was ich nicht ganz verstehe, weil selbst da brauch ich verdammt viel Zeit, um umzusetzen.
René
Hallo Rene,

anstelle von Über- bzw. Übersetzen, kannst Du die Hand ruckartig an die neue Position bewegen. Damit sparst Du Dir das Über- bzw. Untergreifen, und Du kannst auch größere Sprünge bewerkstelligen.

Ich glaube, das klassische Über- bzw. Untersetzen, das in Musikschulen gelehrt wird, macht in der Praxis niemand so richtig. Weil es zu langsam ist eben.

Die Kunst besteht dann darin, daß die seitliche Handbewegung flüssig "von der Hand" geht und präzise auf dem gewünschten Ton landet.

Mein Professor für theoretische Elektrotechnik - ein geübter Hobbycellist - meinte einmal zu mir nach einem hervorragenden Konzert mit einem Saxophonkonzert:
"Man kann die Leistung der Musiker erst richtig schätzen, wenn man selbst einmal zu spielen versucht hat."


Gruß,
Michael

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Beitrag von toeti » 05.05.2009 12:45

Also das Übersatz/Untersatz länger dauert, als die ganze Hand zu verschieben halte ich für ein Gerücht!!

Beim Tonleiter spielen, spiele ich normalerweise nur einen Ton und dann den nächsten. Da bleibt genug Zeit um während des spielens umzusetzen. Das macht man nicht erst, wenn der "letzt" Ton gespielt worden ist.
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