Fingersätze

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-Andy-
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Fingersätze

Beitrag von -Andy- » 28.04.2006 07:28

Hallo erstmal,

bin absolut neu hier. Hab in Google "keyboard forum" eingegeben. Fünfter Link oder so war Wikipedia. Dort stand "großes deutsches Musik- und Keyboard Forum" - und jetzt bin ich hier... Da möcht ich doch dazugehören! :D Welche Ehre für mich das 40-ste Mitglied zu sein!!! :wink:

Muss dazu sagen, dass ich kaum Keyboard spielen kann. Habs etwas probiert, weil meine Frau es gerade lernt. Find ich ne tolle Sache. Allerdings hat sich da nun eine Frage eingestellt und ich hoffe, dass ich von euch ein paar brauchbare Tipps erhalten kann.

Also Folgendes:

Meine Frau lernt nun also Keyboard. Nur mit Buch, ohne Lehrer. In dem Buch sind so ein paar nette Lieder drin und es steht immer dabei, wie man wo die Finger wechseln muss usw.

Nun möchte meine Frau aber auch andere Lieder spielen, zwecks Übung und auch um weitere Lieder zu erlernen. Allerdings steht da (klarerweise) nicht dabei, wo und wie man die Finger wechselt.

Also meine Frage: Gibt es da irgendwelche Regeln oder Hinweise, die man beachten kann/muss oder macht man das, wie man will (was ich mir ehrlich gesagt nicht gut vorstellen kann) :?:

Für euch alle erfahrenen Keyborder ist das jetzt wahrscheinlich ne dumme Frage, aber ich hoffe, ihr seid gnädig mit mir...

Ich und besonders meine Frau sind jedenfalls für jeden Hinweis dankbar.

Danke im Voraus.

-Andy-

PS hab übrigens im Musiker-Board auch schon mal so eine ähnliche Frage gestellt ... Die können schon eine Milliarde User haben, aber gescheite Antwort habe ich keine bekommen. Vielleicht bewahrheitet sich in diesem Forum ja der Spruch: "Klein aber fein"

:wink:

Rene22
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Beitrag von Rene22 » 28.04.2006 10:20

Hallo Andy,

ich habe auch keinen Lehrer und habe autodidaktisch gelernt (oder bin eigentlich immer noch dabei - man lernt ja nie aus). Jedoch an bestimmten Fingersätze halte ICH mich nicht. Man muss halt beim spielen aufpassen, wenn man z.B. ne Notenreihe spielt, z.B von C1 zu C2 oder auch umgekehrt, dass man am besten mit dem "niedrigsten Finger" anfängt zu spielen. Damit das fließender geht und man nicht beim spielen die Finger verknotet. Wenn du z.B. von C2 nach C1 in vollton Schritten spielst, dann sollte man am besten mit den kleinen Finger der rechten Hand spielen. Wenn du jetzt Klavieähnlich spielst, dann kann es schonmal vorkommen, dass man die linke Hand dazu nimmt. Da gibt es dann die ein oder anderen paar Kniffe, wenn man z.B. drei Oktaven herunterspielen will, dass mann dann die 3/2-Regel beachtet. Das heisst, drei Finger der einen Hand und zwei Finger der anderen Hand spielen immer in Reihe, dadurch kannst du nämlich schon mit der anderen Hand umgreifen (dann natürlich über Kreuz), während du mit der anderen noch spielst, und erhälst dadurch saubere Übergänge.
Ansonsten spiel ICH so, wies mir gerade liegt und wie es am besten passt. Das merkt man eigentlich selber relativ schnell genug, wo man umgreifen muss und wo nicht, wo man z.B beim Spielen ins Stocken kommt oder wo man fließend weiterspielen kann.
Ich nehm da einfach das Sprichtwort "probieren geht über studieren" und es hat sich bis jetzt ganz gut bewährt. Wenn man natürlich Keyboardunterricht nimmt, gehe ich davon aus, dass es die ein oder anderen Tipps gibt, wie man Wechseln kann. Das können dir aber nur andere hier erläutern, da ich ja keinen Unterricht nehme.
Ich weiss z.B. dass man auf der Gitarre, wenn man den Fingersatz nicht beherrst ungefähr 25 umgreifen muss, das bei machen Liedern sogar sehr schnell, während man mit richtigem Fingersatz evtl höchstens bis zu 5 mal umgreifen muss und somit viel leichter spielen kann.
Ich weiss nicht, ob das beim Keyboard so einen großen Unterschied macht.

Jedoch müsstest du auch noch genau definieren, welche Art von Keyboard du dir vorgestellt hast, da man ja mit den Keys schon allerlei Unterschiede hat.
Man kann z.B. mit der linken Hand die Akkorde greifen, und mit der rechten die Melodie spielen. Da ist gerade das sog. wirtschaftliche Greifen wichtig, dass man nicht jeden Akkord komplett neu greifen muss, sondern meist einen Finger stehen lässt und mit den anderen beiden/drei Finger neu greift, die Töne die halt in der nähe sind.
Dann gibt es die Variante, wo du mit der linken Hand nur den Bass anschlägst und dann mit der rechten die Akkorde spielst.
Dann gibt es noch die Möglichkeit mit beiden Händen fast zeitgleich eine Melodie zu spielen, wie z.B. beim Klavier.
Wenn noch eine fehlt, sollen die anderen mich ergänzen.

Ansonsten hoffe ich, dass diese eigene Meinung von mir, deine Frage vielleicht wenigstens ein wenig beantworten konnte oder einen Teil davon.

Gruß
René

-Andy-
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Beitrag von -Andy- » 28.04.2006 10:39

Hallo Rene,

vielen Dank für die schnelle und umfangreiche Antwort.

Es ist gut, wenn man von anderen hört, wie sie es machen. So ist man nicht ständig am zweifeln, ob man das wohl richtig macht oder nicht.

Also wenn ich das richtig verstanden habe, dann gibt es nicht sowas wie fixe Regeln, an die man sich halten müsste. Man probiert einfach, den besten Weg zu finden.

Meine Frau spielt bis jetzt nur mit Single-Finger-Begleitung, also mit Rechts die Melodie und mit Links die Akkorde, wobei eine Taste genügt. Wir haben ein Yamaha PSR-E303.

Wer noch weitere Tipps hat... Gerne :D

mott
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Beitrag von mott » 28.04.2006 10:53

hi andy.


ich halte es in etwa so wie rene.
versuch die lieder immer mit so wenig wie möglich aufwand zu spielen. damit meine ich, dass du unnötiges "verrutschen" oder umgreifen weg lässt und deine hand so legst damit der nächste ton einfach zu greifen ist.
natürlich geht das nicht immer.

was du in etwa einhalten kannst ist:
wenn du einen lauf nach "oben" hast. z.B. c1 ---> c2 dann spielst du ja
c1,d,e,f,g,a,h,c2 c1 mit dem 1. finger (daumen), d mit dem zweiten (zeigefinger), e mit dem mittelfinger, und dann "unter"greifst du aufs f und drückst dieses mit dem daumen, von da gehts genau auf, sodass dein 5. finger (kleiner finger) aufs c2 kommt.


hoffe dass ich dir ein wenig helfen konnte.

mfg mott
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-Andy-
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Beitrag von -Andy- » 28.04.2006 11:49

Danke mott,

das hab ich schon mal gehört.

Da fällt mir noch eine Frage dazu ein.

Wenn es so ist, dass es da keine fixe Regelung gibt, dann würde das ja bedeuten, dass es schwierig ist, ein Lied auf Anhieb zu spielen. Man müsste sich also jedesmal zuerst reinarbeiten, damit was Gescheites rauskommt. Hab ich das richtig verstanden? :?:

Oder ist man irgendwann soweit, dass man einfach nach Noten drauflos spielen kann?

-Andy-

kaa
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Beitrag von kaa » 28.04.2006 11:53

Wenn es so ist, dass es da keine fixe Regelung gibt, dann würde das ja bedeuten, dass es schwierig ist, ein Lied auf Anhieb zu spielen. Man müsste sich also jedesmal zuerst reinarbeiten, damit was Gescheites rauskommt. Hab ich das richtig verstanden?
naja, ist schwieirg zu sagen. ein hänschen klein wird wohl jeder nach ein bisschen übung auf dem keyboard ohne lang am stück zu üben locker hinbringen.

aber wenn ein lied schnell, oder schwierig ist, eht das bestimmt nicht mehr.


kaa
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Rene22
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Beitrag von Rene22 » 28.04.2006 12:18

Hallo Andy,

nur als Tipp von einem autodidakten aus :wink: . Fangt am besten gleich von Anfang an an, mit kompletten Akkord zu spielen. Man gewöhnt sich sonst zu schnell, an den One-Finger-Chord. Es ist jeden selbst überlassen, aber ich würde dann lieber die vollen Akkorde spielen und üben, was vielleicht am Anfang ein paar Stunden Übung heisst, aber das geht relativ schnell, das zu lernen. Vor allem wenn man "wirtschaftlich" greift. Wenn du willst, kann ich mal versuchen irgendwie ein "foto-tutorial" zu machen, wo du das siehst, was ich meine mit wirtschaftlich usw.

Zu der anderen Frage, mit dem spielen ohne festen Fingersatz, und ob es schwieriger ist....
Ich glaube es kann sogar ab und zu leichter sein. Da ein Fingersatz ja nie auf die eigenen Spielweise und auf die Finger zugeschnitten sind, kann es schon vorkommen, dass es wenn du es dir selber beibringst, das sogar am Ende besser kannst.
Die Lieder die relativ leicht sind, und nicht besonders schnell, da merkt man schnell, dass man sich um den Fingersatz an sich keine Sorgen machen muss, da es bei denen wirklich fast unwichtig ist. Wenn man schwerere Lieder lernt und merkt, hier und da hakt irgendwas beim spielen, dann probiert man meistens eh selbst aus, wie man das am besten hinkriegt. Wenn man das nicht gleich auf Anhieb hinbekommt, spielt man den gewählten Song einfach langsamer, dann merkt man das meistens schon ganz gut.

Gruß
René

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Beitrag von -Andy- » 04.05.2006 06:52

Danke euch allen für die guten Tipps. :D
Rene22 hat geschrieben: Fangt am besten gleich von Anfang an an, mit kompletten Akkord zu spielen. Man gewöhnt sich sonst zu schnell, an den One-Finger-Chord. Es ist jeden selbst überlassen, aber ich würde dann lieber die vollen Akkorde spielen und üben, was vielleicht am Anfang ein paar Stunden Übung heisst, aber das geht relativ schnell, das zu lernen. Vor allem wenn man "wirtschaftlich" greift.
Hallo Rene,

du sagst also, es ist nicht nötig sich zuerst mal auf die Technik der rechten Hand zu konzentrieren, bevor man sich mit der Linken auseinandersetzt. Der Gedanke war nämlich schon der, wenn die Technik der Rechten etwas besser sitzt, dann die Linke mehr ins Spiel zu bringen - sprich die Akkorde "ganz" zu spielen.

Gruß Andy

mott
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Beitrag von mott » 04.05.2006 14:56

ich hab durch meinen ersten lehrer beigebracht bekommen, dass man single finger mit der linken hand spielen soll.

mein zweiter hat dann gesagt dass sei quatsch (ist es auch aus meiner sicht) und hat mich mit der linken hand auch akkorde greifen lassen. nur war eben meine rechte hand schon wesentlich weiter als die linke.

deshalb würde ich gleich von anfang an mit der linken akkorde greifen.



mfg mott
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Rene22
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Beitrag von Rene22 » 04.05.2006 16:10

Hallo Andy,

ersteinmal aus dem Grund, den mott geschildert hat. Die linke Hand wird schnell zurückbleiben, was bei Keyboardern eh sehr verstärkt ist. Und irgendwann wird man bei schwierigeren Liedern das Problem haben, dass man mit der rechten Hand gut zu recht kommt, während die Linke hinterhinkt.
Außerdem, uns so ist es mir ergangen - spreche also aus Erfahrung, als Autodidakt - die Motorik der Hand gewöhnt sich schneller als man denkt, daran nur mit einem Finger oder von mir aus bei Moll mit zwei usw zu drücken. Und fängt man dann mit Akkorden an, ist das Problem da, dass die Hand nicht so will, wie man selber eigentlich erwartet. Man muss die Hand dazu bringen umzulernen (klingt jetzt blöd, ist aber wirklich so). Fängst du gleich an, ist also die Hand motorisch noch total unflexibel und du fängst gleich an die Akkorde zu greifen, (man kann einige Akkorde auch z.B. enger zusammen, oder anders spielen, indem man Töne weglässt, obwohl der Klang fast(!) gleich bleibt), so muss sich die Hand nicht erst umgewöhnen.
Klar ist es wichtig, dass auch die rechte Hand zum Tragen kommt. Jedoch was will man nachher machen? In erster Hinsicht arbeitet man ja hinaus, mit beiden Händen zu spielen und ich würde deshalb auch mit beiden loslegen.
(Mal ein fiktives Beispiel: Man will ein Haus bauen (Keyboard spielen). Jetzt sagst du, es sei dir wichtig, dass es Räume hat (rechte Hand zu spielen). Also beginnst du Räume und und den Grundriss des Hauses zu bauen (trainierst die rechte Hand). Als Dach hast du erst mal einfach ne Folie (linke Hand One-Finger-Chords). Weil du erstmal die Räume schön haben willst. Fängst also ein die Räume zu rennovieren, einzurichten und zu bewohnen. Dann irgendwann fängst du an, und überlegst die die Bauart der Dächer und baust eins auf dein "fertiges" Haus (Umsteigen auf "richtige" Akkorde). Jetzt sind die Räume aber viel dunkler, weil die Folie ja viel Licht durchlässiger ist. Jetzt muss dein Grundriss mit den Einrichtungen (in dem Fall deine rechte Hand und viel üben), dein Haus so neuzugestalten, also mehr Fenster, mehr Lichteinrichtung usw, dass es heller wird. - Ich weiss jetzt nicht, ob du mit der Metapher was anfangen kannst und die Querverbindung herstellen kann. Aber vielleicht verstehst du dadurch genauer, was ich meine.)
Wie man an motts Keyboardlehrer sehen kann, ist das ganze ein umstrittenes Thema. Jedoch sind die One-Single-Chord-Funktionen bei den Keyboardern bei den etwas besseren (also mit 2-3 Jahren Spielerfahrungen) Keyboardern, nicht ohne Grund mit schlechtem Ruf.

Jedoch musst du allein immer noch natürlich für dich entscheiden, was besser ist. Ob du den Rat von mir annimmst, ist halt deine eigene Entscheidung. Ich nehme vielen Rat auch nicht an, gerade als Autodidakt, ist man da ja auch nicht so gebunden. Aber für Tipps bin ich immer offen.

Wenn du dich entschieden hast, würde ich gerne an dieser Stelle wissen, wie und warum.

Gruß
René

p.s. Das mit der Motorik der Hände ist übrigens bewiesen. Ist also nicht von mir erfunden worden. (!!!)

Sami92
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Beitrag von Sami92 » 05.01.2009 22:33

hii bin dann auch mal neu hier :D
Also ich habe das jetzt so verstanden das ich mit der rechten Hand der Finger in etwa so legen kann wie ich das möchte und mir das gut passt??

ICh habe nämlich auch ein "Problem" eine Frage dazu. Mal ein Beispiel.

Ich lerne auch ohne Lehrer nur aus nem Buch und da wurde mir das jetzt so erzählt das es die C-Lage und die G-Lage für den Daumen gibt. Nur wenn ich jetzt ein Lied spiele das über D3 rausgeht, sprich wenn ich E oder F3 greifen muss kommt meine Hand da ja wieder nicht hin.... ist es dann egal wie mein Daumen liegt, also muss ich die C- und G-Lage nicht beachten???

(ich hoffe ihr habt mein Problem verstanden :wink: )

Rene22
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Beitrag von Rene22 » 06.01.2009 19:39

Hi Sami - willkommen im Forum an dieser Stelle!

Wissen tue ich das als Autodidakt natürlich nicht. Jedoch geht es nicht anders, und bevor du dir irgendwelche Finger auskugelst damit du spielen kannst, würde ich auf die Lage der Hand nicht achten.
Ich denke in dem Buch was du hast, ist es so ähnlich wie bei einer Schreibmaschine (bzw. Tastatur) mit dem 10-Finger-System. Da hat der Zeigefinger ordentlich auf dem F und auf dem J zu liegen. Jetzt versuch aber mal das Z oder X zu drücken. Du musst die Lage der Hand/Finger verändern! Es geht einfach nicht anders.
Außerdem ist es natürlich okay, wenn man die Lage usw. lernt, muss aber auch meiner Meinung nach seinen eigenen Mittelweg finden, dass man bequem, einfach und schnell spielen kann. Nicht jedes vorgeschriebene System wird für jeden richtig sein.

Aber vielleicht mag sich ja noch jemand äußern, der Unterricht genommen oder gegeben hat.

Gruß
René

Sami92
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Beitrag von Sami92 » 07.01.2009 18:32

danke für die Antwort=) Ich werde jetzt erstmal sehen wie ich zurecht komme und dann mal weiter sehen. :D

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JuergenPB
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Beitrag von JuergenPB » 10.01.2009 19:18

Wenn Du "Hänschen klein" oder "Kuckuck" spielst, dann gibt es freilich eine Art C-Lage. Der Daumen liegt auf dem C und bleibt dort liegen, da Du für beide Stücke sowieso nur 5 Noten brauchst (von C bis G).
:lol:


Die Frage nach Fingersätzen ist nicht so einfach zu beantworten. In manchen Lehrbüchern werden z.B. Fingersätze angegeben. An die kann man sich halten, muß man aber nicht. Es kommt auch z.B. darauf auf, wie groß die Hände sind. Der eine muß die Hand umsetzen und spielt dann den Ton vielleicht mit dem Ringfinger, während ein anderer so große Hände hat, daß er noch locker mit dem kleinen Finger rankommt, ohne die Hand zu verschieben.
Fingersätze sind nur dann wirlich sinnvoll, wenn man sie sich selbst erarbeitet. Hat man das getan, dann sollte - oder besser muss - man sich daran halten und immer mit den gleichen Fingersätzen spielen.
Wenn man genug Übung hat und das Stück nicht zu schwer ist, wird man allerdings auch in der Lage sein, ohne feste Fingersätze zu spielen.
Sobald man in die Verlegenheit kommt und ein Stück transponieren muß, ist es eh' dann meist aus mit den antrainierten Fingersätzen, da die dann nicht mehr passen.


Stichwort: Einfingerautomatik.
Finger weg, von der Einfingerautomatik!!
Selbst wenn die linke Hand nur "Akkorde drückt", wird die ganz schnell lahm werden - zumindest im Vergleich zur rechten Hand. Man sollte von Anfang an versuchen, auch mit der linke Hand eine gewisse Geschwindigkeit zu erreichen. Dabei kann man beim Üben einfach mal die Melodie der rechten Hand mit der linken spielen und die rechte dabei ruhen lassen.
Oben wurde das 10-Fingersystem bei der Schreibmaschine angesprochen. Niemand würde dort auf die Idee kommen, fast alles nur mit rechts zu schreiben und die linke Hand nur für die Umschalttaste zu benutzen. Da sind beide Hände gleichermaßen gefordert.

Jetzt versuch aber mal das Z oder X zu drücken. Du musst die Lage der Hand/Finger verändern
Beim Z bewegt sich doch nur der Zeigefinger, und nicht die Hand; beim X nur der Mittelfinger und nicht die Hand.

Menno!
Dabei mußte ich doch tatsächlich erstmal gucken, welche Finger ich für die Buchstaben benutze. :roll:


Ganz Off-Topic
Wer Schreibmaschine lernen will, sollte sich mal die Dvorak-Tastatur angucken. Mit dem PC ist es kein großes Problem darauf umzuschalten. Angeblich soll man damit schneller schreiben können. Ich habe das normale System noch auf mechanischer Schreibmaschine gelernt und Umlernen ist dann kaum noch möglich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dvorak-Tastaturbelegung
Gruß Jürgen

Wer andern eine Bratwurst brät, hat ein Bratwurstbratgerät.

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Beitrag von Rene22 » 11.01.2009 14:03

JuergenPB hat geschrieben:
Jetzt versuch aber mal das Z oder X zu drücken. Du musst die Lage der Hand/Finger verändern
Beim Z bewegt sich doch nur der Zeigefinger, und nicht die Hand; beim X nur der Mittelfinger und nicht die Hand.
An das Z würde ich noch rankommen, ist aber irgendwie meiner Meinung nach schon fast zu weit weg. Aber das X kann ich nicht drücken, ohne meine komplette Hand zu heben, oder meinen Ellbogen/Arm zu drehen, was für die Sehnscheiden wahrscheinlich nicht ganz so gut ist...
Aber wie du ja schon sagtest, ist es ja auch bei jedem anders (Fingerlänge, Handgröße usw...) - und bei der Tastatur in diesem Fall bestimmt auch von der Tastatur an sich abhängig. Gibt ja mittlerweile auch zig-verschiedene Modelle.

Aber wir schweifen gerade zu sehr ab glaube ich :-)


Gruß
René

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